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DWJ: Dentler Basis® läßt keine Wünsche offen

Einfach gut.

Das neue modulare Zielfernrohrmontagesystem Dentler Basis ermöglicht einen hundertprozentig reproduzierbaren und somit absolut wiederholgenauen Optikwechsel. Durch den konstruktiven Aufbau wird gleichzeitig eine korrekte Montage mit Höchstmaß an Spannungsfreiheit garantiert.

Die neue Montage aus dem Hause Dentler ist nicht nur einfach und problemlos zu montieren. Auch ihre Handhabung ist schlüssig und unkompliziert. Damit ist die Dentler „Basis" rundum, von der Montage bis hin zur Zielfernrohrabnahme oder dem -wechsel, bedienerfreundlich. Man muss weder ein Muskelprotz sein, noch benötigt man filigrane oder kräftige Finger. Sicherlich gibt es am Markt bereits mehr als genug Montagen. Für gute technische Lösungen ist aber immer noch Platz.

Einfacher Aufbau.

Die Dentler-Montage besteht aus zwei schienenartigen Bauteilen, die in jeglicher Kombination kompatibel zueinander sind. Die Grundschiene wird auf die Waffe montiert, die Montageschiene an das Zielfernrohr. Beim Zusammensetzen ergibt sich eine formschlüssige Einheit aus beiden Einzelkomponenten. Dieses Konstruktionsprinzip mit durchgängigen Schienen hat das Entwicklungsteam dabei insbesondere aufgrund der Vorgabe von hundertprozentiger Präzision beim Optikwechsel und der gewollten Kompatibilität des Systems sowie der hohen Verwindungsfestigkeit, der Stabilität und Schussfestigkeit gewählt. zugleich ermöglicht es eine größtmöglich spannungsfreie Montage.

Die untere Schiene wird je nach Waffenmodell auf der Waffe entweder verschraubt und verklebt oder geklemmt. Diese gibt es passgenau für viele Waffentypen. Bei der hier getesteten Blaser R93 wird die untere Stahlschiene mit einem Torxschlüssel in den Ausnehmungen für die Sattelmontage am Lauf festgeschraubt. Auf der oberen Schiene wird das Zielfernrohr befestigt. Entweder per Klemmung bei Zielfernrohren mit Innenschienen oder per Aluminiumringen, die im unteren Drittel geteilt sind.

Die Ringmontageschiene hat sechs Bohrungen, sodass die Ringe sich unterschiedlich - je nach Bedarf - platzieren lassen. Wer hochpräzise schießen will und getrennt Ringe montiert, ist gut beraten, diese zu läppen, damit sie hochpräzise zueinander fluchten. Dies ist aufgrund der Fertigungsqualität der gefrästen Montageschiene und der Ringe der Dentler-Montage nicht erforderlich. Sie fluchten exakt zueinander. Ungenauigkeiten der Waffe wirken sich hier nicht aus, da die Ringe ja auf der Schiene und nicht direkt auf der Waffe sitzen.

Schließlich werden Grundschiene und Montageschiene zur Dentler Basis vereint. Dazu sitzt in etwa Mitte der oberen Schiene die Sperrwelle, ein rundum gefluteter Bolzen, der auch zur spielfreien Einstellung des Oberteils zum Unterteil dient. Diese wird in eine dafür vorgesehene Bohrung der unteren Schiene eingelassen, die auch den Klemmmechanismus beinhaltet. Danach dreht man den seitlichen Klemmhebel an der unteren Schiene um 180'. Dadurch greift die Klemmwelle, eine Art Querbolzen, in die geflutete Auskerbung der - Sperrwelle und verriegelt das obere Teil mit der Grundschiene. Gleichzeitig wird die Montageschiene über diesen Mechanismus in alle Achsen zentriert und erlangt somit immer wieder dieselbe Positionierung, was das Geheimnis absoluter Wiederholgenauigkeit darstellt. Mittels eines Inbusschlüssels lassen sich das Drehmoment des Klemmhebels und damit der Widerstand beim Drehen ändern, sodass die Verriegelung mit geringer Kraft perfekt bedienbar ist. Zusätzlich befinden sich in der Oberschiene zwei Querstollen, die formschlüssig und passgenau in Ausnehmungen der Unterschiene greifen. Der vordere liegt nach dem Klemmen mit bestem Kontakt vorne an und der hintere dient zur seitlichen Ausrichtung. Damit werden der Rücksto. und die auf die Schienen wirkenden Bewegungskräfte optimal aufgenommen.

Praxistest.

Montiert wurde ein Leica ERi 3-12x50 mit Ringen und ein Zeiss Victory HT 2,5- 10x50 mit Innenschiene auf verschiedene Blaser R93 in 7 mm Blaser, .340 Weatherby Magnum und 9,3 x64. Die Dentler Basis erwies sich dabei als extrem schussfest. Auf der Blaser baut die Montage zwar knapp 5 mm höher als die originale Blaser-Sattelmontage, eine Anschlagsänderung war aber nicht notwendig. Ein Schussbild auf 100 m mit fünf Schuss bei viermaliger Zielfernrohrabnahme erbrachte einen Streukreis von 19 mm. Eines, bei dem beide Zielfernrohre von Schuss zu Schuss gewechselt wurden, erbrachte mit zehn Schuss eine Streuung von ebenfalls 19 mm. Da bleiben keine Wünsche offen.

Das modulare Zielfernrohrmontagesystem Dentler Basis ermöglicht damit den Einsatz mehrerer Zielfernrohre auf einer Waffe. Etwa ein lichtstarkes Zielfernrohr zur Ansitzjagd und ein Drückjagdzielfernrohr oder Rotpunktvisier zur Bewegungsjagd.

Hundertprozentige Wiederholgenauigkeit.

Das Aussehen ist Geschmackssache. Sicherlich fällt die DentlerMontage, deren feinmatte Stahlteile übrigens plasmanitriert und brüniert sowie die Aluminiumteile harteloxiert sind, im Gesamtbild formschön auf und fügt sich gut zu Waffe und Optik. Ihr großer Vorteil liegt jedoch in der absoluten Wiederholgenauigkeit und in solider, präziser Ausführung bei extremer Schussfestigkeit. Die Dentler Basis gewährleistet eine zuverlässige Verbindung von Waffe und Zielfernrohr und macht daraus immer wieder eine hundertprozentige Einheit. Im Fachhandel kostet ein Montagesatz, bestehend aus Grundund Montageschiene, 359 Euro. Die Ringmontage wiegt 108 g, jene für die Zeiss-Innenschiene 116 g.

(Quelle: Sonderpublikation aus der DWJ11/2013 - www.dwj.de)

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